Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

 

„Nach dem Fasten sollte das Bewusstsein weiter sein als der Hosenbund!"

Vorbereitung mit dem Entlastungstag

Zu Beginn der Buchinger-Kur steht ein sogenannter Entlastungstag, um den Körper auf das eigentliche Fasten einzustimmen. Der Speiseplan könnte dabei wie folgt aussehen:

Morgens 1-2 Reiswaffeln mit einem Teelöffel Naturjoghurt und je nach Geschmack mit ein wenig Kräutersalz abgeschmeckt. Dazu ein Glas Apfelschorle. Mittags Salzkartoffeln, zum Nachtisch geriebenes oder gedünstetes Obst, eventuell eine kleine Portion gut gegartes Gemüse und abends beispielsweise eine Reissuppe. Zu und vor allem zwischen den Mahlzeiten reichlich Flüssigkeit einnehmen. Dabei sind ungesüßte und mit Honig gesüßte Tees, Fruchtschorlen, stilles Wasser, Ersatzkaffee, Gemüsebrühen und Gemüsesäfte vorzuziehen. Der Darm muss entlastet und gereinigt werden. Hierzu beispielsweise 30g Glaubersalz auf 3/4 Liter warmen Wasser zügig trinken. Eine halbe Stunde nach Verzehr setzen imperative Stuhlgänge ein, die bis zu drei Stunden andauern kann.

Fünf Tage Heilfasten

Nun folgen fünf Tage, an denen es morgens Tees gibt, nach Belieben mit ein wenig Honig. Dabei sind neben Kräutertees auch Schwarzer und Grüner Tee und Ingwertee erlaubt. Mittags können eine - allenfalls leicht gesalzene – Gemüsebrühe, Gemüsesäfte und abends Gemüsebrühe oder Obstschorlen getrunken werden.

Körper und Seele reinigen sich im Gleichklang. Im Fasten wird der Mensch empfindlicher für sensible Wahrnehmungen und geistige Erfahrungen. So soll neben dem organischen Stoffwechsel auch die emotional-spirituelle Konstitution gereinigt werden.

Deshalb sollte ein ganzheitliches Heilfasten begriffen werden mit Verzicht auf Konsum, Fernsehen, selbstverständlich auch mit Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol, Kaffee, Nikotin, mit der Öffnung zu Entspannungsverfahren, Meditation und eventuell spiritueller Praxis.

Außerdem steht jeden Tag leichte Ausdauerbewegung auf dem Programm. Das ist wichtig, um die körpereigene Energiebereitstellung zu aktivieren. Das beugt den starken Kopfschmerzen, die in den ersten Tagen entstehen können, vor. Der Darm muss weiterhin zum Zwecke der Entschlackung wiederkehrend entleert und gesäubert werden. Alle 2-3 Tage sollte ‚geglaubert‘ werden.

Was ist, wenn ich das nicht durchhalte? Rescue – der Rettungsring.

Bevor Sie das Heilfasten wegen Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen hinschmeißen, sprechen Sie mit erfahrenen Heilfasten-Seminarleitern und profitieren Sie von deren Erfahrungen. Versuchen Sie es mit viel Bewegung, ausgedehnten Spaziergängen, einem Glas Apfelsaft und zur Not auch einem geriebenen Apfel oder einer Scheibe Roggenmischbrot von Vortag.

Nach dem Fasten ist vor dem Fasten

Nach den Fastentagen und der Darmentleerung sind ein bis drei Aufbautage notwendig, um den Körper schrittweise erneut an feste Nahrung zu gewöhnen. Vorzugsweise sollte jetzt Kost wie für kleine Kinder auf dem Speisplan stehen: Kartoffelbrei (ohne ‚Blubb‘), Mohrrübenmuß, Reistage, gedünstetes oder geriebenes Obst, allgemein leicht verwertbare Kohlenhydrate mit verzögerter Freisetzung und weiterhin ballaststoffarme Kost. Ergänzende Maßnahmen sind dabei Bürstenmassagen und Kalt-Warm-Wechselduschen. Entspannungstechniken und körperliche Bewegung sollten weiter begriffen werden. Um den Darm weiter zu entlasten sind Pflaumen- oder Sauerkrautsaft, Brottrunk oder Buttermilch geeignet. Dadurch kommt es zur Anregung des Darms, wertvolle Minerale und Salze gehen dem Organismus jedoch nicht verloren.

Hinweise für das Heilfasten nach Buchinger

Das Fasten nach Buchinger sollte eher nicht im Alleingang durchgeführt werden, weil es in der Gruppe eine höhere Motivation erfährt. Bei chronisch Kranken sollte das Heilfasten ärztliche Begleitung erfahren.