Was ist das Reizdarmsyndrom (RDS)?

Das Reizdarmsyndrom ist eine chronische und in Schüben verlaufende Funktionsstörung des Darmes. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Zu den Symptomen eines Reizdarms zählen unter anderem wiederkehrende Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen und mitunter auch Verstopfung. Bei chronischer Auspägung kann es zum Mangel an Mikronährstoffen kommen. Der Leidensdruck insbesondere bedingt durch die Einschränkung an der Teilhabe des Alltages ist erheblich.

Da das RDS keine organischen Ursachen hat, müssen zur Diagnosesicherung ähnliche Erkrankungsbilder mit organischen Veränderungen ausgeschlossen werden, dies sind z.B. eine chronisch entzündliche Darmerkrankung wie der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa, außerdem Magen-Darm-Infekte, Magengeschwüre, Tumore und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Erst dann kann die Diagnose RDS als gesichert angesehen werden und therapiert werden.

Eine ursächliche Therapie des RDS gibt es derzeit nicht. Auf das Beschwerdebild haben aber Lebensumstände einen erheblichen Einfluss wie z.B. die Ess- und Trinkgewohnheiten, die körperliche Aktivität, die seelische Befassung und auch Medikamente.

Die heutige Therapie umfasst eine Umstellung der Ernährung, die Behandlung ausgewählter Beschwerden mit Medikamenten und verhaltenstherapeutische Verfahren, idealerweise ergänzt um ganzheitliche Lebensordnungsprinzipien - sie bezieht also den Betroffenen in die therapeutische Verantwortung ein. Neuere, erfolgversprechende Therapieansätze arbeiten mit der Methode der Stuhl-Transplantation.

Was kann der Betroffene selbst tun? 

Die Beschwerden können Ausdruck innerer Spannungen sein. Von daher ist alles, was zum Stressabbau und zur psychologischen Beruhigung führt, nützlich.

Aus der ganzheitlich-naturheilkundlichen Medizin verwenden wir den Begriff der Tages-Hygiene. Gemeint ist damit z.B. die aktive Planung von belohnenden Elementen am Tage neben den unausweichlichen Terminen aus Beruf und familiären Verpflichtungen (Stress, oder Dys-Stress). Belohnungselemente müssen einen festen Platz im Terminkalender finden: Spaziergänge, ein Buch lesen, ein Entspannungsbad in der Wanne nehmen oder einem Hobby nachgehen. Dies löst positiven Stress (Eu-Stress) aus. Werden diese Belohungselemente wiederholt bedient, so erfährt der Betroffene Befriedigung (Eu-Stress).

Auch regelmäßige körperliche Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung sind außerordentlich hilfreich. Der Arzt kann hier helfen!

Sie dürfen unsere Hilfe erwarten zur:

  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Umsetzung förderlicher Lebensordnungsprinzipien
  • Kyberstatus-Bestimmung und Symbiose-Lenkung
  • Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels, Mikronährstofftherapie

Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin, zur Mikronährstofftherapie und zur Prinzipien der Tages- und Lebensordnung erhalten Sie in unserer Spezialsprechstunde.