Chronic Fatigue Syndrom (CFS) - Chronisches Erschöpfungssyndrom

Der Begriff Chronisches Erschöpfungssyndrom beschreibt das zentrale Symptom der Erkrankung, was zu permanenter Minderung der Leistungsfähigkeit um mehr als 50% führt. Zur Diagnose-Sicherung müssen die Beschwerden seit mindestens sechs Monaten bestehen.

Die lähmende Erschöpfung, oft einer schweren Grippe ähnelnd, ist nicht das einzige Symptom. Meist tritt die Erschöpfung in Kombination mit einer Reihe von weiteren Symptomen auf, wie beispielsweise Glieder- und Kopfschmerzen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Übelkeit und anderen Störungen des Verdauungstraktes.

Die Herkunft ist noch nicht abschließend geklärt. Es gibt keine biologischen Marker, die die Diagnose sichern könnten. Umso wichtiger ist für die genaue Erfassung des Beschwerdebildes und seiner Abgrenzung zu anderen, ähnlichen Erkrankungen die fundierte internistische Ausschlussdiagnostik von beispielsweise Schilddrüsen-, Herz- und Lebererkrankungen, auch Tumorerkrankungen, Diabetes oder psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankungen.

So wie eine eindeutige Diagnose-Sicherung bisher nicht möglich ist, gibt es keine standardisierten Behandlungsverfahren, die einen therapeutischen Erfolg garantieren. Erfolgreiche Konzepte beruhen oft auf ganzheitlichen Prinzipien der Lebensordnung, der Chrono-Hygiene und weiteren Verfahren wie z.B. Leben-mit-Erschöpfung, sich die restlichen vorhandenen Kräfte möglichst gut einzuteilen und ausgiebige Ruhephasen einzuhalten. Außerdem sind die gleichzeitige Versorgung des Körpers mit bilanzierten Mikronährstoffen, eine gesunde Ernährung und schließlich das Meiden von Schadstoffen aus Nahrung und Umwelt wesentlich.

Das CFS bedeutet für die Betroffenen meist erhebliche Belastungen im Sozialen, die Erkrankung wird von Angehörigen im Verlauf oft nicht mehr getragen, oder sie führt zu Ausgrenzungen. Auch im Beruflichen sind Einschränkungen oder gar die komplette Aufgabe der beruflichen Tätigkeit die Folge. In dem Missverständnis, es handelte sich um eine psychosomatische Erkrankung, drängen die Versorgungsträger auf psychosomatische Rehabilitation. Diese kann das Krankheitsbild jedoch noch verschlimmern, da die psychosomatischen Behandlungsansätze wie Verhaltenstherapie und körperliche Reaktivierung für CFS-Patienten ungeeignet sind. Viele Betroffene fühlen sich missverstanden, spüren das Leben an sich vorbeiziehen, und haben bislang keine ausreichende ärztliche Zuwendung erfahren.

Falls Sie so fühlen, lassen sie sich in unserer Spezialsprechstunde zu individuellen Therapie-Optionen beraten.