ADHS bei Erwachsenen

"Ich hätte mehr erreichen müssen im Leben!"

Die Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) im Erwachsenenalter erfordert sehr viel Erfahrung und ärztliche Hingabe. Deshalb befassen sich nur wenige Ärzte mit dieser Erkrankung.

Der Leidensdruck des Patienten mit ADHS ist erheblich, und er belastet alle Lebensbereiche: das Berufliche, das Private, das Soziale und natürlich die eigene persönliche Entwicklung. Die Erkrankung wird häufig über Jahre nicht erkannt, oder als anderweitige Störung hingestellt oder 'behandelt'.

Oft gibt sich ein Betroffener damit ab, weil es 'immer schon so war', oder weil er keine adäquate Hilfe erfahren hat. Nicht selten berichten an ADHS erkrankte Erwachsene, dass sie in ihrem Leben mehr hätten erreichen müssen.

Wird ADHS erst im Erwachsenenalter erkannt, liegen selbst vor der Behandlung noch Hürden; der ICD-10, der ärztliche Diagnose-Code, nennt erst gar nicht diese Diagnose im Erwachsenenalter. Therapeuten führen lange Wartelisten, und Medikamente bekommt man nicht ohne weiteres auf Rezept.

Machen Sie jetzt den Rösler-Test

Wenn Sie den Verdacht auf ein ADHS bei sich erheben, dann machen sie den Rösler-Test. Weist dieser auf ein ADHS hin, dann sollten wir miteinander sprechen.

Zur Erstdiagnostik holen Sie sich einen Termin in unserer Spezialsprechstunde. Üblicherweise werden drei Sitzungen benötigt, für die wir uns jeweils ca. 30 bis 45 min Zeit nehmen.

 

Neben einer eingehenden ärztlichen Befragung  verwenden wir standardisierte Tests, die in der deutschen Leitlinie ADHS im Erwachsenenalter empfohlen werden1. Zur Ergänzung kommen weitere Tests aus den Homburger ADHS-Skalen (HASE)2, z.B. Wender-Utah-Rating-Skala, ADHS-Selbstbeurteilungsskala, ADHS-Diagnostische Checkliste und Wender-Reimherr-Interwiew.

 

Ist bei Ihnen das ADHS mit Persistenz in das Erwachsenenalter bereits fachärztlich gesichert, so stellen Sie sich mit Ihren Unterlagen in der Terminsprechstunde vor.


 

1 Ebert D et al. ADHS im Erwachsenenalter - Leitlinien auf der Basis eines Expertenkonsensus mit Unterstützung der DGPPN. Der Nervenarzt 2003; 10: 939-946

 

 

2 Rösler M, Retz-Junginger P, Retz W, Stieglitz RD, HengeschG, Schneider M, Steinbach E, D'Amelio R, Schwitzgebel P, Blocher D, Trott GE, Reimherr F, Wender PH. Homburger ADHS-Skalen für Erwachsene. Hogrefe-Verlag